7. FrauenFilmTage Tübingen von TERRE DES FEMMES
25.2.-1.3.2026
Bei den 7. FrauenFilmTagen von TERRE DES FEMMES in Tübingen werden zum internationalen Frauentag fünf Tage lang zehn preisgekrönte Dokumentar- und Spielfilme aus elf Ländern präsentiert, mit faszinierenden Gästen. Eine breite cineastische Auswahl beleuchtet globale Lebenswelten und den Kampf f ür eine Welt ohne Gewalt an Frauen.
FILME. Der Eröffnungsfilm GIRLS DON’T CRY folgt sechs resilienten Mädchen rund um den Globus in ihrem Kampf um Selbstbehauptung: von Chile bis Südkorea, von Serbien bis Tansania, von Großbritannien bis Tübingen. Ungewöhnliche Geschichten um couragierte Protagonistinnen entfalten sich dazuhin: Die temperamentvolle, phantasiereiche Patrice sucht in den USA Wege aus ihrem Dilemma: Sie und ihr Partner – beide mit Behinderungen – sollen bei Heirat alle Sozialleistungen verlieren! Im Iran will die 9-jährige Melina das Sorgerecht ihrer Eltern vor Gericht klären, und Hebamme und Motorradfahrerin Sara wird Gemeinderätin und beginnt, zutiefst patriarchale Traditionen in ihrem Dorf zu brechen – CUTTING THROUGH ROCKS gewann 25 internationale Filmpreise und wurde gerade für die Oscars 2026 für besten Dokumentarfilm nominiert!
Zwangsverheiratung droht auf zwei Kontinenten: NAWI soll in Kenia für 8 Kamele, 60 Schafe und 100 Ziegen in die Ehe verkauft werden, und Lia im Sizilien der 60er Jahre ihren Vergewaltiger heiraten, damit sie „ihre Ehre nicht verliert“! Auch im Amazonas-Urwald wehren sich evangelikale Mädchen gegen sexualisierte Gewalt, in Deutschland wird massive psychische Gewalt in einer narzisstischen Beziehung aufgefächert. Zhana stellt sich in Georgien als Weg aus der Armut mehrfach als Leihmutter zur Verfügung, mit drastischen Folgen. Und die afghanische Botschafterin in Wien verweigert sich dem Taliban-Regime, kämpft für die Rechte afghanischer Mädchen und Frauen auf Bildung, gegen Gewalt und Diskriminierung. Immer wieder zeigt sich: Widerstand gegen patriarchale Gewaltstrukturen ist möglich!
GÄSTE. Spannende Gäste werden erwartet: GIRLS DON’T CRY begleiten Regisseurin Sigrid Klausmann sowie Produzent und renommierter Schauspieler Walter Sittler sowie Jihan Alomar, jesidische Protagonistin der Tübinger Filmepisode und ehemalige Gefangene von ISIS. Regisseur Kevin Schmutzler führt NAWI ein, Kenias Oscar-Kandidat 2025. THE LAST AMBASSADOR porträtiert Festival-Gast Manizha Bakhtari, eine der letzten internationalen Stimmen eines demokratischen Afghanistans. Manizha Bakhtari wird bei einem Empfang im Rathaus durch OB Boris Palmer geehrt werden und sich ins Goldene Buch der Stadt Tübingen eintragen. Zu 9-MONTH CONTRACT rückt Traumatherapeutin Dr. Ingeborg Kraus die psychische und physische Gewalt in den Fokus, denen Frauen in armen Ländern des Globalen Südens als Leihmütter ausgesetzt sind. Und in THE LOVE OF MY LIFE, ME beleuchtet Gastregisseurin Akhila Daniela Kotowski narzisstische Gewalt in Paarbeziehungen – sie bringt ihre biographischen Erfahrungen ein und Protagonistin Micha Schöller ihre Expertise zu Sexualisierter Gewalt.


